Alles begann mit einem Smoothie.
Luna-Lia, Deutschlands bekannteste Lifestyle-Influencerin mit 3,7 Millionen Followern und einer Leidenschaft für Avocados und Alliteration, postete eines Morgens ein Selfie mit einem grünen Getränk und dem harmlosen Satz:
„Fühlt sich heute irgendwie nach Detox an – raus mit dem toxischen Zeug #CleanVibesOnly“
Was sie meinte: Zucker, Gluten, schlechte Laune.
Was die Börsenwelt verstand: „Giftige Assets abstoßen!“
Binnen Minuten begann ein unaufhaltsamer Kursrutsch:
– „CleanVibesOnly“ trendete auf Finanz-Twitter.
– Trader warfen panisch Anleihen ab.
– ETFs mit „toxischen Substanzen“ (auch bekannt als Ölaktien) wurden in Scharen verkauft.
Ein Algorithmus bei einer großen US-Bank hatte Lunas Hashtag automatisch als Warnsignal interpretiert. Daraufhin wurden in Millisekunden Milliarden verschoben – aus „toxischen“ in „grüne“ Anlagen. Der DAX verlor 2 %, der Euro schwächelte, und irgendwo in Frankfurt fluchte ein Hedgefonds-Manager in drei Sprachen gleichzeitig.
Erst als die „Tagesschau“ den Zusammenhang zwischen dem Smoothie und dem Mini-Crash aufdeckte, beruhigten sich die Märkte. Luna-Lia reagierte überrascht:
„Also wenn ihr Finanzleute so empfindlich seid, trinkt vielleicht auch mal 'nen Ingwertee. Der beruhigt!“
DOGEcoin stieg trotzdem 8 % – niemand wusste, warum.
Seitdem hat Luna-Lia einen neuen Spitznamen: „Die Fed von Instagram“
Und in den Risikoberichten globaler Banken steht ein neuer Punkt:
„Monitoring influencerbasierter Marktbewegungen – besonders im Bereich Ernährung.“
Moral der Geschichte: An der Börse ist alles eine Frage der Interpretation – manchmal reicht schon ein grüner Smoothie für rote Zahlen.
Sonntag, 22. Juni 2025
22.6.2025: Die Influencerin, die versehentlich einen Finanzcrash auslöste
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