Sonntag, 23. November 2025

23.11.2025: Der Azubi und die Sache mit dem Streu-Depot

Als Max seinen ersten Tag bei der Investmentgesellschaft „Sicher & Solide AG“ antrat, war er fest entschlossen, Karriere zu machen. Sein Ziel: In fünf Jahren Fondsmanager, in zehn Jahren Yachtbesitzer – oder zumindest jemand, der weiß, wie man „Diversifikation“ richtig ausspricht.

Gleich am ersten Tag bekam er eine Aufgabe vom Chef:

> „Max, überlegen Sie sich bitte eine einfache, solide Depotstruktur. Streuung ist das A und O!“

Max nickte eifrig, machte sich Notizen – und googelte dann in der Kantine das Wort **„Streuung“**.
Er las was von Risiko, Verteilung, Assetklassen. Aber das verwirrte ihn nur. Also hielt er sich ans, was er verstand:
Streuung = Verteilen.

Als er dem Chef am nächsten Tag stolz seine Lösung präsentierte, hatte er:
– Aktien gekauft („Für die Rendite“)
– Anleihen beigemischt („Weil’s in der Präsentation stand“)
– Immobilienfonds rausgesucht („Weil Oma sagt: Beton ist sicher“)
– UND…

…ein paar Dosen Streusalz gekauft.

Chef: „Was ist das?“
Max: „Na, echte Streuwerte! Ich habe bei einem Baumarkt-Aktienbundle mitgemacht. Da gab’s 5 % Rabatt, wenn man gleich noch Produkte aus dem Sortiment nimmt. Jetzt haben wir 80 Kilo Auftausalz im Keller.“

Chef: Pause. Langer Blick.
Dann: „Max, das war… falsch. Aber kreativ.“

Die Geschichte machte die Runde. Fortan hieß Max nur noch „Salzmann“.
Und als im Winter das Büro vereist war, sagte der Chef schmunzelnd:

> „Max, holen Sie mal bitte das Depot aus dem Keller.“

Moral der Geschichte: Wer breit streut, rutscht nicht aus – aber bitte nicht wörtlich nehmen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

23.11.2025: Der Azubi und die Sache mit dem Streu-Depot

Als Max seinen ersten Tag bei der Investmentgesellschaft „Sicher & Solide AG“ antrat, war er fest entschlossen, Karriere zu machen. Sein...