Sonntag, 21. Dezember 2025

21.12.2025: Der Weihnachtsmann und der Jahresendrallye-Fluch

Es war der 22. Dezember, und der Weihnachtsmann saß – wie jedes Jahr – nervös in seinem Home Office am Nordpol. Nicht wegen der Wunschzettel, der Rentiere oder der Geschenke. Nein, die liefen wie geschmiert.

Sorgen machte ihm sein Depot.

Seit dem Sommer hatte er tapfer investiert: ESG-Aktien (er mochte saubere Schornsteine), Spielzeughersteller (wegen persönlicher Verbundenheit) und natürlich Fluglinien (Rudolph hatte Rücken). Aber nun war Dezember, und das Einzige, was wirklich stieg, war sein Lebkuchenkonsum.

„Wo bleibt meine Jahresendrallye?!“, rief er, während er missmutig in seinen Glühwein starrte. Die Elfen hatten ihm versprochen: „Im Dezember geht’s immer rauf, Chef! Das ist wie Weihnachten – kommt garantiert!“

Doch statt Kursfeuerwerk nur Frost.
Sein Depot war kälter als der Nordpol.

In seiner Verzweiflung rief der Weihnachtsmann seinen alten Freund Knecht Börsel auf dem Handy an – ja, Börsel mit „Ö“, denn er war der einzige gnomische Finanzberater nördlich von Lappland.

„Hast du das Memo nicht gelesen?“, fragte Börsel.
„Welche Memo?! Ich bin alt, ich krieg keine Memos mehr!“
„Das war kein Jahr für Rallyes. Das war ein Jahr für Rotwein, Reality-Checks und Rohstoffaktien!“

Der Weihnachtsmann runzelte die Stirn.

> „Aber was ist mit dem Santa-Claus-Rally-Effekt?! Das ist doch ein Gesetz! Wie das mit den Plätzchen und der Milch!“

„Vergiss es, Nick!“, schnaubte Börsel. „In diesem Jahr bist du der einzige, der noch hofft. Und du fährst bald in einem Schlitten, der nur noch als Abschreibungsmodell durchgeht!“

Da legte der Weihnachtsmann auf. Und tat, was jeder gute Investor in Krisenzeiten tut:
Er druckte ein paar neue Wunschzettel mit der Aufschrift: **„Dividende bitte!“**
Und er verkaufte seine Tech-Aktien – mit einem „Ho-Ho-Ho und weg damit!“

Am 27. Dezember schoss sein Depot dann doch um 4,3 % nach oben.
Der Grund?
Ein Gerücht ging um, der Weihnachtsmann investiere wieder.

Moral der Geschichte:
Wenn selbst der Weihnachtsmann das Vertrauen verliert, wird’s vielleicht Zeit – aber nicht für Panik, sondern für Plätzchen.

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