Sonntag, 11. Januar 2026

11.1.2026: „Silberraketen und rote Zahlen – mein Neujahr mit dem DAX“

Neujahr, 11:42 Uhr. Ich sitze im Schlafanzug auf dem Sofa, noch leicht benebelt von zu viel Bleigießen (ja, ich hab noch einen Restposten von 2014 gefunden) und zu wenig Schlaf. Mein Handy vibriert. Eine Push-Nachricht:
**„DAX startet freundlich ins neue Jahr.“**

Freundlich? Ich habe noch nie verstanden, warum man Börsenverläufe wie Menschen beschreibt.
Gestern war der Markt „entspannt“, letzte Woche „gereizt“ – mein Depot war in der Adventszeit sogar „apathisch mit Tendenz zu panisch“.

Aber egal. Neues Jahr, neues Glück. Und ich habe Vorsätze!
Keine emotionalen Trades mehr. Keine Meme-Aktien. Keine Investmentideen nach dem dritten Sekt.

Doch dann schreibt mein Kumpel Tobi:

> „Ey, hast du schon die Raketen gesehen?“

Ich antworte:

> „Die am Himmel oder die im Depot?“
> Er: „Beides! Nvidia geht durch die Decke!“

Innerhalb von fünf Minuten bin ich wieder mittendrin: Ich öffne meine App, verwerfe alle Neujahrsvorsätze und kaufe eine wilde Mischung aus KI, Cybersecurity und irgendwas mit Quanten. Ich nenne es: **„mein 2025er Turbo-Wachstums-Feuerwerk“**.

Um 13:12 Uhr bin ich euphorisch. Um 14:00 Uhr nervös. Um 14:07 Uhr steht mein Depot bei –3,4 %.
Die Börse ist eben wie eine Silvesterrakete: laut, spektakulär – und meistens fällt einem am Ende ein glühender Rest ins Auge.

Meine Frau fragt beim Neujahrskaffee, ob ich wieder „dieses Zucken im rechten Augenlid“ habe.
Ich antworte: „Das ist mein Jahresauftaktindikator.“

Moral der Geschichte:
Der erste Börsentag des Jahres ist wie Raclette: Man fängt motiviert an, verbrennt sich garantiert die Finger – und am Ende fragt man sich, warum man das eigentlich jedes Jahr wieder macht.

Sonntag, 4. Januar 2026

4.1.2026: „Mit dem Depot ins neue Jahr – und gleich auf die Nase“

Es war der 1. Januar, 8:13 Uhr. Während ganz Deutschland noch zwischen Raclette-Resten und Blei-Prophezeiungen schlummerte, saß Herr Lindemann bereits im Bademantel am Küchentisch – frisch gebrühtem Kaffee in der einen, iPad in der anderen Hand.

„Dieses Jahr wird alles anders“, murmelte er entschlossen.
„Kein Zocken mehr, kein Herdenverhalten, kein Dogecoin, kein Rumgegurke!“

Er hatte sich neun gute Börsenvorsätze gemacht – und sie stolz mit Bleistift an den Kühlschrank gepinnt. Darunter:

1. **Nicht gleich am ersten Handelstag gierig werden.**
2. **Keine Trendaktien kaufen, nur weil TikTok sie mag.**
3. **Vor dem Investieren erst mal duschen.**

Doch dann öffnete er seine Börsen-App. Und sah es.
**+12 % in Asien.**
**Bitcoin über Nacht gestiegen.**
**„KI-Aktien explodieren“ titelte ein Blog, der sonst Ernährungstipps gab.**

Panik. Euphorie. Kaffee verschüttet.
Der Neujahrsvorsatz verdunstete schneller als der Silvestersekt.

> „Einmal noch rein… nur einmal!“ flüsterte er, während er in Unterhose die erste Order des Jahres tippte:
> **„100x Künstliche-Intelligenz-Blockchain-Robotik-GreenTech-Wasserstoff-ETF – auf Kredit!“**

Um 10:12 Uhr war er euphorisiert. Um 14:37 Uhr überrascht. Und um 16:00 Uhr… stornierte er seine Vorsätze.
Denn der ETF stellte sich als dubioses Konstrukt aus Kanada heraus, das weder KI noch Wasserstoff besaß, aber einen sehr hübschen Namen: **„FutureBoom 5000“**.

Abends, beim Neujahrsessen mit Sauerkraut, fasste Herr Lindemann einen neuen Vorsatz:

> „Nächstes Jahr investiere ich wieder in was Solides. Streuobstwiesen oder Dosenbrot.“

Moral der Geschichte:
Am Neujahrstag ist nicht nur der Kopf weich. Auch die Märkte kennen kein Mitleid mit Vorsätzen.
Doch wie Oma schon sagte:

> „Wer ins Depot fällt, muss auch wieder aufstehen – aber mit Hose.“

11.1.2026: „Silberraketen und rote Zahlen – mein Neujahr mit dem DAX“

Neujahr, 11:42 Uhr. Ich sitze im Schlafanzug auf dem Sofa, noch leicht benebelt von zu viel Bleigießen (ja, ich hab noch einen Restposten vo...