Neujahr, 11:42 Uhr. Ich sitze im Schlafanzug auf dem Sofa, noch leicht benebelt von zu viel Bleigießen (ja, ich hab noch einen Restposten von 2014 gefunden) und zu wenig Schlaf. Mein Handy vibriert. Eine Push-Nachricht:
**„DAX startet freundlich ins neue Jahr.“**
Freundlich? Ich habe noch nie verstanden, warum man Börsenverläufe wie Menschen beschreibt.
Gestern war der Markt „entspannt“, letzte Woche „gereizt“ – mein Depot war in der Adventszeit sogar „apathisch mit Tendenz zu panisch“.
Aber egal. Neues Jahr, neues Glück. Und ich habe Vorsätze!
Keine emotionalen Trades mehr. Keine Meme-Aktien. Keine Investmentideen nach dem dritten Sekt.
Doch dann schreibt mein Kumpel Tobi:
> „Ey, hast du schon die Raketen gesehen?“
Ich antworte:
> „Die am Himmel oder die im Depot?“
> Er: „Beides! Nvidia geht durch die Decke!“
Innerhalb von fünf Minuten bin ich wieder mittendrin: Ich öffne meine App, verwerfe alle Neujahrsvorsätze und kaufe eine wilde Mischung aus KI, Cybersecurity und irgendwas mit Quanten. Ich nenne es: **„mein 2025er Turbo-Wachstums-Feuerwerk“**.
Um 13:12 Uhr bin ich euphorisch. Um 14:00 Uhr nervös. Um 14:07 Uhr steht mein Depot bei –3,4 %.
Die Börse ist eben wie eine Silvesterrakete: laut, spektakulär – und meistens fällt einem am Ende ein glühender Rest ins Auge.
Meine Frau fragt beim Neujahrskaffee, ob ich wieder „dieses Zucken im rechten Augenlid“ habe.
Ich antworte: „Das ist mein Jahresauftaktindikator.“
Moral der Geschichte:
Der erste Börsentag des Jahres ist wie Raclette: Man fängt motiviert an, verbrennt sich garantiert die Finger – und am Ende fragt man sich, warum man das eigentlich jedes Jahr wieder macht.
Sonntag, 11. Januar 2026
11.1.2026: „Silberraketen und rote Zahlen – mein Neujahr mit dem DAX“
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11.1.2026: „Silberraketen und rote Zahlen – mein Neujahr mit dem DAX“
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